Man hofft, dass man Erste Hilfe nie anwenden muss. Aber wenn es darauf ankommt, zählt genau das: wissen, was zu tun ist, ruhig bleiben und handeln.
Die IHU Harrislee hat deshalb gemeinsam einen Erste-Hilfe-Kurs besucht. Für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer war es eine Auffrischung nach rund zwei Jahren – und genau das zeigte sich schnell als sinnvoll. Denn Erste Hilfe ist nichts, was man einmal lernt und dann dauerhaft sicher abrufen kann. Die wichtigsten Handgriffe müssen regelmäßig wiederholt werden, damit sie im Notfall sitzen.
Der Kurs fand in den neuen Räumen des Samariter-Bundes im Kauflandhof in Flensburg statt. Nach einer Begrüßung ging es direkt praxisnah los: Was ist zu tun, wenn man eine bewusstlose Person findet? Wie prüft man die Atmung? Wann wird der Notruf gewählt? Und wie reagiert man, wenn jede Sekunde zählt?
Vom Ansprechen bis zur Reanimation
Im Mittelpunkt standen Situationen, die jederzeit passieren können – im Betrieb, unterwegs, in der Freizeit oder zuhause. Geübt wurde unter anderem die Reanimation an Übungspuppen, inklusive Beatmung und Herzdruckmassage. Auch der Einsatz eines Defibrillators wurde demonstriert und ausprobiert.
Gerade diese praktischen Übungen machten deutlich: Ein AED-Gerät nimmt einem im Ernstfall viele Unsicherheiten, weil es klare Anweisungen gibt. Trotzdem braucht es Menschen, die handeln, den Notruf absetzen, Aufgaben verteilen und mit der Wiederbelebung beginnen.
Wichtige Erste-Hilfe-Regeln, die hängen bleiben
Auch wenn ein Erste-Hilfe-Kurs durch nichts ersetzt werden kann, gab es einige Grundregeln, die besonders wichtig sind:
Ruhe bewahren und Eigenschutz beachten.
Wer hilft, muss zuerst darauf achten, sich selbst nicht in Gefahr zu bringen.
Person ansprechen und Atmung prüfen.
Reagiert die Person nicht, wird geprüft, ob eine normale Atmung vorhanden ist.
Notruf 112 wählen oder wählen lassen.
Wenn mehrere Menschen vor Ort sind, sollten Aufgaben klar verteilt werden: Eine Person ruft den Rettungsdienst, eine andere bleibt bei der betroffenen Person.
Bei normaler Atmung: stabile Seitenlage.
Bewusstlose Personen mit normaler Atmung werden in die stabile Seitenlage gebracht und weiter beobachtet.
Bei fehlender oder nicht normaler Atmung: sofort mit der Wiederbelebung beginnen.
Herzdruckmassage, Beatmung – und wenn vorhanden: Defibrillator einsetzen und den Anweisungen des Gerätes folgen.
Blutungen, Verbrennungen und Verletzungen richtig versorgen.
Auch Verbände, Blutverlust und Verbrennungen waren Teil des Kurses. Denn Erste Hilfe beginnt nicht erst bei der Reanimation, sondern oft schon bei kleineren und größeren Verletzungen im Alltag.
Sicherer werden – gemeinsam als Netzwerk
Für die IHU Harrislee war der Kurs mehr als eine Pflichtauffrischung. Er war auch ein gemeinsamer Tag, an dem Verantwortung, Aufmerksamkeit und praktisches Handeln im Mittelpunkt standen.
Denn ob im Unternehmen, im Verein, in der Familie oder beim Einkaufen: Notfälle können überall passieren. Umso wichtiger ist es, dass Menschen nicht wegschauen, sondern wissen, wie sie helfen können.
Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie an das Team vor Ort für die anschauliche und praxisnahe Durchführung.








